Die Farben der Welt
Fluoreszenz ist ein natürliches Phänomen.
Bestimmte Stoffe in Pflanzen, Gesteinen oder organischem Material reagieren auf ultraviolettes Licht, indem sie es in sichtbares Licht umwandeln. Was wir sehen, ist kein Leuchten aus sich selbst heraus, sondern eine Antwort auf Licht.
Was ist Fluoreszenz
Fluoreszenz entsteht, wenn ein Material:
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unsichtbares UV-Licht aufnimmt
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die Energie kurz speichert
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und sie als sichtbares Licht wieder abgibt
Sobald die UV-Lichtquelle ausgeschaltet wird, verschwindet das Leuchten sofort.
Fluoreszenz ist damit kein Nachleuchten, sondern ein unmittelbarer Prozess.
Fluoreszenz in der Natur
Viele Pflanzen enthalten fluoreszierende Stoffe, unter anderem:
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in Blättern
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in Blüten
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in Harzen
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in Pilzen und Flechten
Diese Stoffe haben in der Natur unterschiedliche Funktionen, etwa im Zusammenhang mit:
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Schutz vor UV-Strahlung
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Stoffwechselprozessen
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Interaktion mit Insekten
Im Alltag bleibt Fluoreszenz meist unsichtbar, weil wir kein UV-Licht wahrnehmen.
Warum wir Fluoreszenz kaum kennen
Unsere Augen sind auf sichtbares Licht beschraenkt.
Ultraviolettes Licht liegt ausserhalb unseres Wahrnehmungsbereichs.
Erst durch spezielle UV-Lichtquellen wird sichtbar, was sonst verborgen bleibt.
Fluoreszenz ist daher keine künstliche Erscheinung, sondern eine Erweiterung der Wahrnehmung.
Fluoreszenz ist kein Effekt
In unserer Arbeit verstehen wir Fluoreszenz nicht als Show oder Trick.
Sie ist ein Werkzeug, um:
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Natur aus einer anderen Perspektive zu betrachten
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Pflanzen neu wahrzunehmen
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Staunen und Neugier zu wecken
Fluoreszenz zeigt nicht mehr Natur,
sie zeigt eine andere Schicht derselben Natur.
Ein neuer Blick auf bekanntes
Ein vertrauter Wald, eine bekannte Pflanze oder ein Blatt verändern sich unter UV-Licht nicht in ihrer Substanz
aber in ihrer Erscheinung.
Fluoreszenz lädt dazu ein, Gewohntes neu zu sehen und Fragen zu stellen:
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Was bleibt sonst verborgen?
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Welche Ebenen der Natur nehmen wir nicht wahr?