
Duft ist Information
Duft ist kein Schmuck und kein Zusatz.
Er ist eine Form von Information, die den Menschen direkter erreicht als Sprache oder Bild.
Geruchsstoffe wirken über die Nase unmittelbar auf das limbische System, jenen Teil des Gehirns, der für Emotion, Erinnerung, Stressregulation und unbewusste Bewertung zuständig ist.
Im Gegensatz zu anderen Sinneseindrücken wird Duft nicht zuerst kognitiv gefiltert, sondern direkt verarbeitet.

Wie der Duft auf das Lymbische System wirkt
Beim Einatmen gelangen Duftmolekuele über die Riechschleimhaut zu spezialisierten Rezeptoren.
Diese senden Signale direkt an Strukturen wie Amygdala und Hippocampus.
Dort werden unter anderem gesteuert:
– emotionale Reaktionen
– Erinnerungen
– Entspannung oder Aktivierung
– unbewusste Orientierung
Studien zeigen, dass bestimmte natürliche Duftstoffe messbaren Einfluss auf Stressparameter, Herzfrequenz und Stimmung haben können.
Naturduft
Naturduft besteht aus komplexen Mischungen vieler einzelner Moleküle.
Ätherische Öle, Harze oder Alkoholauszüge enthalten oft hunderte Bestandteile, die gemeinsam wirken.
Eigenschaften:
– vielschichtig
– veränderlich über Zeit
– individuell wahrgenommen
– meist selbstregulierend in der Wirkung
Der Körper „liest“ Naturduft als etwas Vertrautes
Synthetischer Duft
Synthetische Duftstoffe sind meist isolierte oder stark vereinfachte Moleküle, die auf Wiedererkennbarkeit und Stärke ausgelegt sind.
Eigenschaften:
– gleichbleibend
– oft eindimensional
– reizorientiert
– können überfordern oder überlagern
In der Anwendung stehen Wirkung nach aussen und Haltbarkeit im Vordergrund, weniger die Wahrnehmung im Inneren.
